Anne-Kathrin Stelzner in Südafrika und dem Königreich Eswatini

Anne-Kathrin Stelzner in Südafrika und dem Königreich Eswatini

Unsere Afrika-Expertin Anne-Kathrin Stelzner reiste durch Südafrika und in das kleine Königreich Eswatini. Ihre Reise begann mit den tosenden Viktoriafällen und endete in Kapstadt. Diese Reise zeigte ihr einmal mehr, warum Afrika ihre Leidenschaft ist.

Naturschauspiel Viktoriafälle

Wo sollte meine Reise anderes beginnen, als an den größten Wasserfällen Afrikas – den Viktoriafällen. Obwohl ich erst mittags nach einer langen Anreise über Johannesburg am kleinen Flughafen in Victoria Falls lande, kann ich es kaum erwarten, dieses faszinierende Naturschauspiel kennen zu lernen. Mit meinem Regenponcho ausgerüstet mache ich mich gleich am Nachmittag auf zu den Fällen. Auf dem Weg dorthin begegnet mir eine Gruppe Warzenschweine, welche ungerührt die Straße überqueren und sich von meinen Blicken und meinem Staunen nicht stören lassen. Es sollte während meiner Reise nicht meine einzige Begegnung mit diesen Tieren bleiben.

Die Wasserfälle rauben mir den Atem. Tosendstürzen die Wassermassen in die Tiefe. Der Sprühnebel durchnässt mich und auch mein Poncho hat dem wenig entgegen zu setzen. Tatsächlich bietet die Gischt eine herrliche Erfrischung und meine Kleidung trocknet in wenigen Minuten. Es ist ein absolut einmaliger Anblick.

Mit dem Helikopter über die Viktoriafälle

Der folgende Tag beginnt mit einem frühen aber gemütlichen Frühstück. Die Aufregung ist groß, da ich heute die faszinierenden Fälle aus der Luft bewundern darf. Was für ein Erlebnis! Ein bisschen habe ich eine Sicht wie auf die Niagarafälle erwartet. Aber was ich sehe, ist unvergleichlich. Die Windungen des Sambesiflusses in dieser unglaublichen Landschaft sind einfach faszinierend. „Mosi-oa-Tunya“ werden die Fälle hier genannt – „donnernder Rauch“. Nun wird mir auf beeindruckende Weise gezeigt, woher dieser Name kommt. Dort, wo die Wassermassen in die Tiefen stürzen, bildet die weiße Gischt den Anschein einer riesigen Rauchwolke. Regenbogenfarben um die Wassermassen belehren mich aber eines Besseren. Ich bin froh, am Morgen unterwegs zu sein. Das Licht ist einfach perfekt.

Gut lässt sich auch die Eisenbahnbrücke erkennen, welche die sambesische und simbabwische Seite verbindet. Sie ist über 100 Meter hoch und zum Bungee Jumping sehr beliebt. Ich werde gefragt, ob ich nicht ebenfalls Lust auf einen Sprung in die Tiefe habe. Ach was, es werden schon noch genügend Abenteuer auf mich zukommen in den nächsten Tagen.

Auf in das Königreich Eswatini

Heute geht meine Abenteuerreise weiter. Ich fliege zurück nach Johannesburg, dort erwartet mich ein lang ersehntes Highlight. Mit meinem Chauffeur mache ich mich auf in das winzige Königreich Eswatini – ehemals Swasiland. Bei einem früheren Besuch im Krüger Nationalpark war es mir aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich gewesen, dieses kleine Land, das eingebettet zwischen Südafrika und Mosambik liegt, zu besuchen. Nun bin ich schon gespannt diesen Besuch endlich nachzuholen.

Die Straßen sind besser befestigt, als ich erwartet hatte und auch landschaftlich ist einiges geboten. Und so wird mir bei der fünfstündigen Fahrt nicht langweilig. Die Grenzformalitäten bringe ich zügig und problemlos hinter mich. Für Eswatini muss ich als Deutsche kein Visum im Voraus beantragen. Wir erreichen schließlich unser Ziel, das Summerfield Botanical Garden & Exclusive Resort, welches, wie der Name bereits verrät, in einem wunderschönen botanischen Garten liegt. Auf rund 100 Hektar finden sich glitzernde Seen, plätschernde Wasserfälle und verschiedenste tropische Pflanzenarten. Eine willkommene Oase der Ruhe nach meiner Anreise.

Privatreise Südafrika, Außenansicht, Summerfield Botanical Garden & Exclusive Resort, Matsapha, Südafrika
Privatreise Südafrika, Terrasse, Summerfield Botanical Garden & Exclusive Resort, Matsapha, Südafrika

Morgen soll meine Pferde-Safari beginnen und nach einem Abendessen unter dem afrikanischen Sternenhimmel lege ich mich früh schlafen. Am nächsten Morgen ist es dann so weit. Ich lerne Simba kennen, das Pferd, dass mich durch mein Abenteuer im Busch tragen soll. Zu viert reiten wir los, begleitet von zwei tollen und sehr erfahrenen Rangern. Obwohl ich als Hobbyreiterin wenig Schwierigkeiten mit dem Gelände habe, ist die Tour auch durchaus für Anfänger geeignet. Schon nach kurzer Zeit hält der Ranger sein Pferd an und deutet in den Busch hinein. Zunächst sehe ich gar nichts, bis ich auf einmal eine große Anzahl an Kudus erkennen kann. Die afrikanische Antilopen-Gattung mit den ausgeprägten Hörnern fasziniert mich sehr! Ich bin nicht zum ersten Mal auf Safari, aber so nahe bin ich den wilden Tieren noch nie gewesen. Behutsam reiten wir näher an einige Zebras heran. Sie beobachten uns aufmerksam, haben aber keine Scheu. Einige der Tiere haben Junge und die kleinen Fohlen springen fröhlich über die Wiese. Ich bin entzückt! Auf unserem ganztägigen Ritt begegnen uns auch einige Büffel, die wir mit etwas Respekt von Weitem betrachten. Zufrieden und voller neuer Eindrücke erreichen wir gegen Abend unsere Unterkunft. Ich bin von der Nähe zur Natur und den Tieren beeindruckt. Der Abend endet mit einem traditionellen Tanz, den eine Gruppe Einheimischer für uns aufführt. In traditioneller Kleidung, stolz und mit rhythmischen Klängen präsentieren sich die Tänzer. Der perfekte Abschluss eines perfekten Tages.

Die Regenbogen-Nation

Heute reise ich weiter nach Kapstadt. Ich kenne die Kap-Region bereits und bin voller Freude, die Regenbogen-Nation wieder zu besuchen. Für meinen Besuch hier habe ich mir vorgenommen die Stadt einmal anders kennen zu lernen. Für die nächsten Tage plane ich Aktivurlaub mit Wanderungen auf den Tafelberg, dem Wahrzeichen Kapstadts und den Lion’s Head. Bereits beim Anflug auf die Stadt bestaune ich diese beiden Berge, die das Stadtbild prägen. Nach dem Check-In in meinem Hotel, verbringe ich den Abend jedoch entspannt. Ich schlendere entlang der V&A Waterfront und genieße bei einem Aperitif den Sonnenuntergang.

Wanderung auf den Tafelberg

Mein folgender Tag beginnt sehr früh. Um sieben Uhr treffe ich mich mit meinen Guide im Botanischen Garten Kirstenbosch, dem Startpunkt für unsere Wanderung auf den Tafelberg. Ich freue mich sehr, den Botanischen Garten wieder zu besuchen, da er mir aus früheren Besuchen in bester Erinnerung geblieben ist. Mit seinen über 500 Hektar bietet Kirstenbosch nicht nur eine fantastische Flora und Fauna, in den Sommermonaten kann man im Botanischen Garten auch wunderbare Open Air Konzerte am Fuße des Tafelberges erleben. Heute soll es jedoch hinauf gehen auf den Berg. Die Route des Skeleton Gorge verspricht eine vier- bis fünfstündige Wanderung mit Rundumsicht vom Tafelberg. Die Route ist vom Wetter abhängig. Bei starkem Regenfall oder wenn sich der Tafelberg in sein weißes Tischtuch hüllt, ist es oft unmöglich den Berg zu erklimmen.

Wir haben jedoch Glück, der Tafelberg zeigt sich von seiner besten Seite und ein blauer wolkenloser Himmel erstreckt sich über uns. Nun bin ich doch froh, dass wir uns bereits in den frühen Morgenstunden auf den Weg machen. Es verspricht ein warmer Tag zu werden. Die Wanderung beginnt zunächst mit einem gemütlichen Spaziergang durch den Botanischen Garten, steigert sich jedoch schon bald in ihrem Schwierigkeitsgrad. Mit ein wenig Kondition ist der Aufstieg gut zu bewältigen.

Es ist wirklich ein abwechslungsreicher Weg. Wir klettern an steilen Leitern nach oben, weichen großen Steinen und Wurzeln aus und wandern durch ein ausgetrocknetes Flussbett. Man erreicht schließlich einen Staudamm, an dessen feinsandigem Ufer wir uns erstmal eine Pause gönnen. Den anstrengendsten Part haben wir nun hinter uns, oben am Maclears Beacon, dem höchsten Punkt des Tafelbergs, wandern wir auf gerader Ebene dahin. Die Aussicht ist alle Mühen wert und etwas stolz bin ich natürlich auch, das Wahrzeichen Kapstadts erklommen zu haben. Mit der Seilbahn fahren wir hinunter. Wie schnell das doch geht.

Stellenbosch und Camps Bay

Die erste Hälfte des folgenden Tages verbringe ich in Stellenbosch, um die weltberühmten Weine der Region zu verkosten. Es gibt unzählige tolle Weingüter und ich bedauere mein Gepäcklimit für meinen Rückflug. Das Jordan Wine Estate finde ich sehr schön, so kann ich bei der Verkostung den Blick auf einen kleinen See genießen. Zurück in Kapstadt verbringe ich noch ein paar Sonnenstunden am Strand von Camps Bay. Vom Strand aus genieße ich den Blick aufs Meer. Ins Wasser wage ich mich jedoch nicht. Der Atlantik ist mir einfach ein wenig zu kalt zum Baden.

Old Biscuit Mill und Lion‘s Head

Am Tag darauf ist Samstag und ich nutze den Vormittag um den Markt Old Biscuit Mill zu besuchen. Hier kann man nicht nur leckere lokale Lebensmittel probieren und kaufen, sondern auch afrikanische Kunst und Design betrachten und die Künstler kennen lernen. Und immer wieder bleibe ich stehen und lausche den Klängen afrikanischer Rhythmen.

Am späten Nachmittag ist es dann soweit, zusammen mit meinem Guide, den ich von der Besteigung des Tafelbergs schon kenne, mache ich mich auf, den Kapstadts Lion‘s Head zu bezwingen. Es ist ein besonderer Tag, denn es ist Vollmond und so bietet sich die Möglichkeit, die Aussicht vom Berg bei Sonnenuntergang und bei Mondschein zu bestaunen. Ich gebe zu, wir sind keinesfalls allein auf dem Berg. Die Mondscheinwanderung des Lion‘s Head ist bei Einheimischen und Touristen beliebt.

Die Wanderung führt zweimal um den Berg herum und bietet fast die gesamte Zeit spektakuläre Ausblicke. Der Weg ist steil, aber gut zu bewältigen und unsere Stimmung beim Aufstieg ist ausgelassen. Ich bin voller Vorfreude auf den Gipfel. Zum Ende muss man etwas klettern, dies fühlt sich jedoch sehr abenteuerlich an. Nach eineinhalb Stunden erreichen wir pünktlich zum Sonnenuntergang den Gipfel. Die Aussicht ist einfach beeindruckend. Der 360 Grad-Blick über die Stadt und das Meer raubt mir den Atem. Langsam geht der Mond auf und die Stadt unter mir fängt an zu glitzern. Wann habe ich jemals etwas Schöneres erlebt? Mit Taschenlampen ausgerüstet machen mein Guide und ich uns an den Abstieg. Der Vollmond leuchtet hell und der Weg ist ebenfalls gut machbar. Die Stimmung ist allerdings eine andere als die beim Aufstieg: Schweigend sind wir unterwegs, ehrfürchtig von diesem Naturschauspiel.

Lion's Head in Kapstadt, Südafrika Reisebericht
Anne-Kathrin Stelzner auf dem Lions Head in Kapstadt, Südafrika Reisebericht
Bis bald Afrika, ich komme wieder!

Am folgenden Tag muss ich mich dann leider verabschieden und meine Heimreise antreten. Ich habe eine Menge Abenteuer und wunderbare Erinnerungen im Gepäck und freue mich sehr, diese zu Hause zu teilen. Eins weiß ich jedoch sicher, es wird nicht mein letzter Besuch auf diesem faszinierenden Kontinent sein.

 

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