Die wilde Serengeti: Unendliche Weite

 

Die Serengeti: Unendliche Weite

Wer Weite sucht, sollte in die Serengeti reisen. Allein der Name spricht dafür, denn in der Sprache der Massai bedeutet er „endloses Land“. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen: Hier herrscht nicht nur ein freundliches Miteinander.

Staubtrocken bis saftig-grün: Die Flora der Savanne

Reisewillige können sich auf ein Gebiet freuen, das 30.000 Quadratkilometer umfasst und an der Grenze zwischen Kenia und Tansania liegt. Im Süden der Serengeti findet man flache Grassteppen vor, der Norden ist geprägt von sanften Hügeln mit geringem Baumwuchs – Ocker- und Sandtöne bestimmen hier das Landschaftsbild. Die Ebenen trocknen bei starker Sommerhitze zu Wüsten aus, doch im Winter und Frühling grünt und blüht es.

Der Serengeti-Nationalpark

Mehr als 1,6 Millionen Pflanzenfresser  und Tausende Raubtiere haben ihr Zuhause in der Serengeti. Eine Vielzahl lebt im Serengeti-Nationalpark, dem Herzstück des Gebiets. 1981 wurde das Schutzgebiet zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt, um die Wildbestände zu schützen und insbesondere die Wanderroute der Gnus abzusichern: Über eine Million der Tiere, etwa 300.000 Zebras und ebenso viele Gazellen folgen  dem Regen und wandern so stetig in  Gebiete mit ausreichend Futter und Wasser.

Gnus auf Wanderschaft

Nur etwa drei Prozent der in der Serengeti lebenden Gnus sind sesshaft – der Rest wandert mit dem Ende der Regenzeit (Anfang Juni) gen Norden. Dabei überqueren sie den Fluss Mara und gelangen von Tansania nach Südkenia. Gegen Ende des Jahres geht es aber wieder zurück in die Serengeti: Das Gras dort ist nämlich phosphorreicher. Männchen und Weibchen bilden in der Regel getrennte Herden. Die männlichen Jungtiere verlassen die Herde ihrer Mütter mit etwa einem Jahr und bilden ihre eigenen Verbände. Nach drei Jahren lösen sie diese Gemeinschaft wieder auf und erobern ihr eigenes Territorium. Kommt eine Herde mit Weibchen vorbei, ordnen sie sich den Männchen unter und werden von ihnen beschützt. Übrigens: Auch die Weibchen tragen Hörner.

Alles friedlich? Von wegen: Ein allgegenwärtiges Erlebnis in Tansanias größtem Nationalpark ist der Kampf um Leben und Tod zwischen Raub- und Beutetier. Goldmähnige Löwenrudel machen dank der Fülle von Grasfressern reiche Beute. Einsame Leoparden suchen den von Akazienbäumen gesäumten Seronera-Fluss auf, während viele Geparde die südöstlichen Ebenen durchstreifen. An kaum einem anderen Ort Afrikas kommen alle drei afrikanischen Schakalarten zusammen vor. Dann gibt es auch noch die Tüpfelhyäne und eine Vielzahl scheuer kleinerer Raubtiere – vom insektenfressenden Erdwolf bis zum schönen Serval.
Auch wo Mensch und Tier aufeinander treffen, bleiben Spannungen nicht aus. Die erste Lösung: In den 1950er-Jahren wurde die einheimische Bevölkerung an den Rand der Serengeti umgesiedelt und erhielt Schulen oder Krankenhäuser – ein Luxus, der mehr Menschen anlockte, die mehr Rohstoffe und Platz benötigten. Eine neuere Strategie setzt darauf, dass die Menschen Teile des Naturschutzgebiets übernehmen und vom Tourismus profitieren. Im Gegenzug sollen Sie Verantwortung für ihre Areale übernehmen. Zoodirektor, Wissenschaftler und Tierfilmer Bernhard Grzimek widmete sein Leben dem Erhalt der Serengeti. Seine Forschungen mündeten 1959 in den Film „Serengeti darf nicht sterben“. Heute bemüht sich der Zoologe Dr. Markus Borner  im Auftrag der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt um die Zukunft der Serengeti.

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