Unsere Afrika-Spezialistin Davina Listl in Tansania

 

Unsere Afrika-Spezialistin Davina Listl in Tansania

„Karibu Sana! You are Miss Davina? Welcome to Tanzania!“ Der Immigration Officer überreicht mir bei meiner Ankunft am Flughafen Daressalam freundlich lächelnd meinen visierten Reisepass - die Einreise nach Tansania ging wirklich schnell und einfach. Ein perfekter Start für meine Rundreise durch das Land von Simba und Co. 

Daressalam - fremdartig und reizvoll

Das kommt mir sehr entgegen, denn schließlich will ich auch keine Zeit verlieren. In Gedanken bin ich schon bei Elefanten, Zebras, Büffeln, Löwen... “Safari njema - gute Reise“ wünscht mir der Officer und holt mich aus meinen Gedanken wieder ins hier und jetzt. Der Begriff "Safari" entstammt übrigens dem Suaheli und bedeutet "Reise". Mit der Zeit hat sich die Bedeutung im Sinne von "Tierbeobachtung" eingebürgert. Gemäß dem Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" bin ich zunächst zwei Tage auf der internationalen Tourismusmesse "S!TE" in Daressalam unterwegs.
Daressalam, die Hauptstadt Tansanias, präsentiert sich mir als typisch afrikanische Großstadt. Laut, verkehrsreich, chaotisch, pulsierend - ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Traditionen, fremdartig und reizvoll zugleich. Von der Dachterrasse meines Hotels habe ich einen tollen Blick über die Stadt und auf das hinter den Hochhäusern gelegene Meer, das türkisblau zwischen den Fassaden hindurch blitzt. Die Lage am Meer bringt neben der tollen Aussicht auch das feuchtheiße Klima mit sich - nach meinen zahlreichen Terminen in den klimatisierten Hallen des Messezentrums genieße ich abends den Sonnenuntergang mit einem kalten Kilimanjaro-Bier in der Hand.

Von der Stadt in die Savanne

Nach drei Nächten in Daressalam beginnt der zweite Teil meiner Tour, und ich bin schon ganz ungeduldig und gespannt, was der Norden Tansanias für mich Spannendes bereit hält. Bereits der Flug in einer kleinen Propellermaschine von Daressalam in Richtung Norden zum Arusha Airport macht mir deutlich - von der Stadt geht es jetzt in den Busch. Das Meer lasse ich hinter mir, tausche Ozean gegen ockerfarbene Staubsavanne und Minibus gegen Safari-Fahrzeug.

Der Tarangire Nationalpark

Meine erste Safari-Station ist der Tarangire Nationalpark. Unterwegs stoppe ich an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Lake Manyara Nationalpark. Der Lake Manyara, von dem der Park seinen Namen erhalten hat, ist allerdings nun im Oktober – also zum Ende der Trockenzeit - auf einen Bruchteil seiner normalen Größe geschrumpft.
Der Tarangire National Park gefällt mir außerordentlich gut. Er ist klein und fein, Palmen und Baobabs säumen die Pisten, die den Park durchziehen. Teerstraßen sucht man hier vergebens und ich genieße die "African Massage", wie mein Guide Joseph grinsend unsere holprige Abenteuerfahrt über Stock und Stein nennt, bei der ich ordentlich durchgeschüttelt werde.
Immer wieder begegnen uns Elefantenfamilien, die sich im fast vollständig ausgetrockneten Flussbett des Tarangire-Flusses an den kläglichen Überresten des Tarangire-Flusses tummeln. Das Wasser lockt die Tiere an - denn gerade jetzt, am Ende der Trockenzeit, kurz vor den Regenfällen der "kleinen Regenzeit", kann jede noch so kleine Pfütze lebensrettend sein. Etwas abseits steht eine Elefantenmama mit ihrem Kleinen - und es sieht fast so aus, als würde sie es dafür tadeln, dass es sich etwas zu frech in seinem Übermut für seine eigene Entdeckungstour wegstehlen wollte.
Wir finden ein Löwenrudel und sogar einen Leoparden - der jedoch offensichtlich nicht ganz so glimpflich bei seinem Kampf mit einem Warzenschwein davon gekommen ist. Humpelnd sucht er Schutz in der Höhle einer Steilkante, um dort in Ruhe seine Wunden zu lecken.

Nächster halt: Serengeti Nationalpark
Davina mit einem Massai, Tansania Reise

Die Fahrt auf der unbefestigten Piste ist lang und holprig und der aufgewirbelte Staub kriecht in jede Ritze. Noch ist es sehr trocken, doch am Horizont türmen sich schon dunkle Wolken zu bedrohlichen Wolkentürmen auf. Und dann ist es soweit: Regen in der Serengeti! Ein kurzer, heftiger Schauer mit dicken Tropfen prasselt auf uns nieder. Genug, um die Pisten in rutschige Matschbahnen zu verwandeln. Doch Joseph steuert sicher ans Ziel. Im Ole Serai Luxury Tented Camp werde ich bereits erwartet und herzlichst willkommen geheißen. Dieses luxuriös ausgestattete Zeltcamp befindet sich im Seronera-Gebiet der Serengeti bei den Hügeln, die Moru Kopjes genannt werden.

Ich freue mich schon die ganze Zeit ganz besonders auf meine Zelt-Übernachtung, denn wenn ich kurz vor dem Einschlafen das unverwechselbare Heulen der Hyänen im Kanon mit dem kräftigen Brüllen der Löwen höre, dann bin ich wirklich in meinem geliebten Afrika angekommen.
In meinem Zelt fühle ich mich absolut sicher, denn draußen in der tiefschwarzen Nacht sind Massai-Krieger als Wachen im Dienst und sorgen dafür, dass die Nachtruhe der Gäste nicht gestört wird. Bei meinem Zelt handelt es sich übrigens nicht etwa um ein winziges Igluzelt, sondern um ein geräumiges Zelt mit festem Boden, Dusche, WC und einem „richtigen“ Bett. Glamping - Glamorous Camping - vom Feinsten und hier in der Serengeti die häufigste Art der Unterkunft.

Bevor ich es mir in meinem bequemen Bett gemütlich mache, genieße ich noch eine schöne heiße Dusche, wasche den Serengeti-Staub gründlich ab und krieche dann unter die warme Decke. Bevor mir endgültig die Augen zufallen, lausche den Geräuschen der Tiere, die nachts an meinem Zelt vorbei schleichen. Denn während wir Menschen im Land der Träume schlummern, werden so manche Tierarten erst richtig wach und nutzen die Gunst der Stunde, um im Schutz der Dunkelheit auf die Jagd zu gehen.

Unterwegs in der Serengeti

Am nächsten Morgen erwartet mich eine große Überraschung - nicht nur das exzellente Frühstück lässt meinen Tag äußerst angenehm beginnen, sondern auch die Tatsache, dass die Gnu- und Zebraherden der Großen Tierwanderung, der sogenannten "Great Migration", sich ihren Weg direkt vorbei am Camp bahnen. Frühstück inmitten der Great Migration - ein lang gehegter Traum geht ganz unerwartet in Erfüllung! So ist die Natur nun einmal - ihrem eigenen Rhythmus und ihren Instinkten folgend.

Die unterschiedlichen Landschaften der Serengeti faszinieren mich. Flache, scheinbar unendlich weite Ebenen, gold schimmernde Savannen, Kopjes, Flüsse, Seen, Hügel und Akazienwälder wechseln sich ab. Und auch die Tierwelt ist vielfältig - Gazellen, Antilopen, Büffel, Nilpferde - und immer wieder Löwen. Sogar in entspannter Pose auf dem dicken Ast einer Akazie! Weiter geht die Safari. Langweilig wird es hier in der Seregenti auf keinen Fall und daher empfehle ich, gerne auch je zwei bis drei Nächte in zwei unterschiedlichen Camps in verschiedenen Teilen der Serengeti zu verbringen, um einfach noch mehr unterschiedliche Eindrücke zu sammeln.
Im Hippo-Tümpel drängt sich Nilpferd an Nilpferd. In den trockenen Monaten und gerade jetzt, bevor die Schauer der sogenannten „kleinen Regenzeit“ die Seen und Flüsse wieder füllen, ist Wasser rar und jede noch so kleine Pfütze wird zur beliebten „Badewanne“, in der die Hippos sich dicht an dicht aneinander drängen. Voller Anmut schreiten die Giraffen durch die Savanne - langsam und andächtig. Die Natur hat es geschickt eingerichtet - das Gras am Boden überlässt sie Antilopen und Co. Die Giraffen zupfen sich mit ihren unempfindlichen Zungen, die bis zu 54 cm werden können, die Blätter auch von der stacheligsten Akazie in luftiger Höhe.

Giraffe in der Serengeti, Tansania Reise
Löwe in der Serengeti, Tansania Reise
Szenenwechsel: Ngorongoro Krater!

Wie habe ich mich auf dieses Highlight gefreut! Das UNESCO Weltnaturerbe beeindruckt mich von Anfang an. Bereits die Aussicht vom Rand des Kraters hinunter auf den Grund ist atemberaubend. Ich kann mich gar nicht los reißen. Es fällt mir schwer, doch es lohnt sich. Ein Löwenrudel ist erstaunlich aktiv und zwei Männchen schreiten stolz direkt an meinem Safari-Fahrzeug vorbei auf einen Hügel mit einigen Felsbrocken, wo sie sich erhaben den Hügel mit der besten Aussicht aussuchen und wieder faul darauf niederlassen. Und auch hier im Krater sind die Gnus und Zebras der „Migration“ zahlreich unterwegs.

Gerade beobachte ich ganz gespannt, wie sich ein Rudel Hyänen an einige Impalas anschleicht. Von allen Seiten nähern sie sich ganz langsam den ängstlichen Antilopen, ziehen den Kreis langsam enger...und ich warte nur darauf, bis sie angreifen. Doch dann merke ich, wie Joseph nervös wird, den Motor anlässt und schließlich den Rückzug antritt. Warum wir die Jagdszene nicht weiter verfolgen, will er mir aber nicht verraten, und so füge ich mich enttäuscht meinem Schicksal. Wir brettern auf den Pisten entlang und ich bin verwundert, weiß ich doch immer noch nicht, was passiert. Ich versuche, Wortfetzen von Josephs hitziger Funkkommunikation zu erhaschen - kein Erfolg.

Dann erkenne ich eine Ansammlung anderer Safari-Fahrzeuge und das bedeutet, dass sich dort irgendetwas Interessantes abspielen muss. Nun werde auch ich immer neugieriger. Und das Geheimnis wird gelüftet: Eine Nashorn-Mama trottet mit ihrem Kleinen durch das Gras. Die Chancen, tatsächlich Nashörner zu erblicken, sind hier im Ngorongoro Krater zwar besonders hoch, doch eine Garantie gibt es natürlich nicht, und so kann ich mein Glück noch gar nicht fassen. Nashörner werden wegen ihres Horns leider viel zu oft Opfer von Wilderern und sind daher sehr selten geworden. Die verbliebenen Tiere werden gut geschützt und daher ist es für mich ein einzigartiges Erlebnis, die beiden Nashörner „live und in Farbe“ mit eigenen Augen zu sehen. Was für ein Abschluss meiner Safari hier im Krater!

Auch die schönste Safari ist schließlich einmal zu Ende, und ich bin um viele tolle und wichtige Erfahrungen reicher. Ich verabschiede mich am Kilimanjaro Airport vom wunderschönen Tansania. Und bin mir sicher - ich werde ganz bestimmt wieder kommen. Im Flugzeug schlafe ich schnell ein und träume von Löwen, Elefanten, Giraffen und Co...

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