Unsere Afrika-Expertin Davina Listl in Kenia

 

Reisebericht unserer Afrika-Spezialistin Davina Listl über ihre Kenia-Reise

Endlich den mächtigen Kilimanjaro mit eigenen Augen bewundern – mein großer Traum! Gute Chancen, diesen wahr werden zu lassen, habe ich auf jeden Fall. Denn diese Reise führt mich nach Kenia im Osten des afrikanischen Kontinents. Gute 10 Jahre ist es her, dass ich hier bereits Massai Mara, Lake Nakuru und Co. erkunden durfte.

Auf nach Mombasa

Nun bin ich gespannt, was die Regionen um Tsavo West und Amboseli zu bieten haben. Und hoffe natürlich auf klare Sicht auf den Kili, denn von Amboseli aus hat man den besten Blick auf das Bergmassiv, das sich auf tansanischer Seite befindet.
Nach einer kurzen Nacht in Kenias Hauptstadt starte ich am nächsten Morgen per Flug an die Küste nach Mombasa. Hier erwarten mich graue Regenwolken - eher ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Bei schönem Wetter jedoch strahlt der Ozean türkisblau und nach einer Safari lässt es sich hier wunderbar noch ein paar Tage am Strand entspannen.
Am Nachmittag unternehme ich einen kurzen Ausflug in den nahe gelegenen Haller Park. Wer sich schon einmal ein wenig auf Tierbeobachtungen einstellen will, kann dies hier tun. Begrüßt werde ich im Haller Park von zwei Riesenschildkröten, die gemütlich vor sich hin grasen. Im Haller Park hat man die Möglichkeit, Giraffen zu  füttern, Schlangen aus sicherer Entfernung in ihren Terrarien zu beobachten und zuzusehen, wie die Krokodile um einen Hühnchen-Schenkel kämpfen. Denn am Nachmittag ist Fütterungszeit!

Sundowner im Tsvao West Nationalpark

Danach verlasse ich die "Zivilisation", denn meine nächste Station ist der Tsavo West Nationalpark. Die Landschaft dort ist wunderschön und vielfältig. Während ich zunächst vorbei auf roten Wegen vorbei an zahlreichen Baobabs fahre, zeigt sich kurze Zeit später auf schwarzen Pisten der vulkanische Ursprung dieser Region. Es geht vorbei an Gelbrinden-Akazien, Palmenhainen und Grassavannen. Schirmakazien vervollständigen die typisch afrikanische Bilderbuch-Safari-"Skyline".
Zum Sonnenuntergang folgt noch der Höhepunkt: Ein Glas Champagner am erhöhten „Sundowner-Spot“ mit Blick auf den Mount Kilimanjaro. Die untergehende Sonne taucht ihn in verschiedenste Töne von rot und violett – einfach beeindruckend. Ich kann mich einfach nicht satt sehen.

Die Melodie Afrikas

Selbstverständlich geht es auch auf die Pirsch - die Leoparden und Wildhunde lassen sich persönlich leider nicht blicken, dafür Elefanten, Strauße, Zebras, Kudus, Impalas, Büffel, Gnus, Dik Diks, Gabelracken und diverse weitere Antilopen- und Vogelarten. Ich lerne sogar eine für mich vollkommen neue Baumart kennen: Den „Waitabit-Tree“. Sie wollen wissen, was dahinter steckt? Ich verrate es Ihnen gerne! Vorbei geht es an anmutig vorwärts schreitenden Giraffen. Faszinierend, wie sie schließlich stehen bleiben und elegant ihre langen Hälse recken, um die grünen, saftigen Blätter hoch oben in den Baumwipfeln mit ihren rauen Zungen zu pflücken. Nachts liege ich müde und voll neuer Eindrücke in meinem gemütlichen Bett und da ertönt sie wieder, meine persönliche Einschlaf-„Melodie“ in Afrika, die mir so gefehlt hat – das so einzigartige Heulen der Hyänen.

Ein Besuch beim Teufel - Der Shetani Lava Flow

Am nächsten Tag holpere ich im Geländewagen gemeinsam mit meinem Driverguide Joseph in Richtung Amboseli Nationalpark. Vorher statten wir aber noch dem Teufel einen Besuch ab – bei den erstarrten Lavamassen des Shetani Lava Flow. Shetani ist Suaheli und bedeutet Teufel. Verschiedene Sagen erzählen unterschiedliche Versionen dessen, wie das Gebiet zu diesem Namen kam.
Mein fast ständiger Begleiter an diesem Fahrt-Tag ist wieder der Kilimanjaro und der Ausblick zieht mich auch heute vollkommen in seinen Bann. Der Gipfel ist frei, ein wenig Schnee liegt noch auf der Spitze. Darunter ziert ihn ein Wolkenband und so thront er stolz am Horizont. Dann ziehen Wolken auf und es ist unglaublich, wie schnell sich dieser riesige Berg verstecken kann, als hätte er nie existiert.

Zu Gast bei den Massai

Kurz vor Ankunft in der Tawi Lodge, die sich ein wenig außerhalb des Amboseli Nationalparks befindet, statte ich einem Massai Dorf noch einen kurzen Besuch ab. Dort angekommen nimmt mich Lucy gleich für ein Tänzchen an die Hand. Es folgt eine kleine Führung durch das Dorf mit einigen Erklärungen zu den Sitten und Gebräuchen der Massai – unter Anderem vom Medizinmann, der mir die Heilwirkung verschiedenster Stöckchen und Wurzeln erklärt.
Es ist Mittag, als ich gemeinsam mit Joseph die Tawi Lodge erreiche. Und man hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Ein Bush Lunch mitten in der Wildnis.  Möglich ist dies durch die Lage der Lodge in der privaten Tawi Conservancy – im Nationalpark hingegen gelten strengere Regeln, wodurch eine Lodge außerhalb des Parks eben auch einige Vorteile hat.

Der Amboseli Nationalpark

Nachmittags erkunde ich den Amboseli Nationalpark. Mit seinen gut 390 qkm ist er vergleichsweise klein – dennoch bin ich verzaubert. Nicht nur, weil ich von hier wieder postkartenreif den direkten Blick auf den „Kili“ genießen kann! So viele Elefanten tummeln sich in den Schwemmflächen und kommen ganz nah an mein Fahrzeug heran. Sie haben eine interessante Fress-Technik entwickelt und schwenken die ausgerupften Grasbüschel erst einmal schwungvoll hin und her, bevor sie sie vernaschen. Welcher Feinschmecker möchte schon staubiges Gras serviert bekommen?
Ein Elefantenbaby kommt mit seinen etwas zu kurzen Beinen im Wasser noch nicht ganz bis zum Boden – und  taucht kurz ab. So ein Rüssel ist schon praktisch! Eine Löwin döst vor sich hin, Zebras grasen zufrieden, Warzenschweine laufen mit hoch erhobenem Schwanz durch die Savanne und diverse Vogelarten gibt es natürlich auch zu entdecken. Flamingos tummeln sich im Lake Kioko, am Ufer putzt sich ein Jacana das Gefieder und ein weißköpfiger Fischadler nutzt die Piste vor uns als Landebahn. 
Der vom Fahrzeug aufgewühlte Staub bedeckt mich wirklich komplett – und ich freue ich schon sehr auf die ausgiebige, heiße Dusche am Abend!

Ein letzter Blick auf den Kilimandscharo

Am nächsten Morgen heißt es für mich auch schon wieder Abschied nehmen, denn es geht ins quirlige Nairobi – absolutes Kontrastprogramm. Selbstverständlich nicht, ohne vorher nochmals ausgiebig den Blick auf den Kilimanjaro zu genießen!  Beim Aufstehen zeigt er sich noch ein letztes Mal in voller Pracht, ich verabschiede mich mit meiner Tasse heißem Kaffee in der Hand, und dann verhüllt er sich ganz schnell.

All´ die vielen schönen Erinnerungen und Bilder begleiten mich auf meinem Weg nach Hause und ich bin mir sicher – bis zum nächsten Abstecher nach Kenia lasse ich nicht wieder so viel Zeit vergehen!

 

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