Kapstadt ist World Design Capital 2014

 

Kapstadt ist World Design Capital 2014

Für das Kap der guten Hoffnung, den Tafelberg oder das Hafenviertel Victoria & Alfred Waterfront ist Kapstadt weithin bekannt. Doch mit dem Begriff 'Design' wird die südafrikanische Metropole nur selten in Verbindung gebracht. Diese Lücke schloss nun die gemeinnützige Organisation 'The International Council of Societies of Industrial Design' (ICSID). Unter ihrer Schirmherrschaft wird alle zwei Jahre die Welthauptstadt des Designs gewählt. Für das Jahr 2014 erhielt nun Kapstadt als erste afrikanische Stadt den Zuschlag und steht seit Jahresbeginn ganz im Zeichen des Mottos 'Live Design - Transform life'.

Design als Motor des sozialen Fortschritts

Das Projekt des ICSID 'The World Design Capital' fördert die Vorzüge von Design in städtischen Regionen. Es trägt dem Umstand Rechnung, dass heutzutage eine Vielzahl von Menschen in Großstädten lebt. Aus diesem Grund spiele urbanes Design eine tragende Rolle, um die Städte attraktiver, lebenswerter und effizienter zu gestalten. In jedem zweiten Jahr können sich Städte bewerben, die Design einsetzen, um es als Werkzeug zur Verbesserung des wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und kulturellen Lebens zu nutzen. Daneben will der ICSID ein internationales Netzwerk schaffen, so dass ein Austausch zwischen den verschiedenen Regionen der Welt im Bereich Design entsteht und diese voneinander lernen können. Innovationen auf diesem Gebiet sollen geteilt werden, damit vor allem Schwellenländer von den Erfahrungen und Errungenschaften bereits weit entwickelter Länder profitieren können. Darüber hinaus ist auch die Förderung von speziellen Bildungsprogrammen und Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Designs ein großes Anliegen der Organisation.

Eine Stadt wird zum Kunstwerk

Etwa drei Jahre im Vorfeld müssen sich die Städte bewerben, um Welthauptstadt des Designs zu werden. Vor Kapstadt ist dies schon Torino, Seoul und Helsinki gelungen. Nun ist die südafrikanische Metropole an der Reihe. Doch was genau verhalf Kapstadt zu diesem Titel?
Knapp setzte sich Kapstadt gegen die Konkurrenten aus Dublin und Bilbao durch. Grund dafür ist vornehmlich der strukturelle Wandel von Kapstadt seit dem Ende der Apartheid. Ab diesem Zeitpunkt zeigte sich in der Stadt, die rund 3.6 Millionen Menschen ein zu Hause bietet und dreimal größer ist als New York, ein Prozess der Neugestaltung. Laut Patricia de Lille, Bürgermeisterin von Kapstadt, sei 2014 der Moment gekommen, in dem die Vergangenheit und die Zukunft Kapstadts zusammenkommen. Ferner verfügt Südafrikas älteste Stadt über eine erstklassige Infrastruktur und einen kosmopolitischen Lifestyle. Dies bewies Kapstadt bereits als Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft. Darüber hinaus sei das 'Tor Afrikas' reich an Innovation, Vielfältigkeit und Kreativität. Des Weiteren bereichere Kapstadt als stetig wachsende afrikanische Metropole das Projekt und könne dieses um zahlreiche Nuancen erweitern, so Dr. Mark Breitenberg, Mitglied des Entscheidungskomitees.

Kunterbunte Projekte und Nelson Mandela

Das Projekt 'The World Design Capital' wird vor allem durch die zahlreichen Projekte, Events, Ausstellungen und Aktionen, die während des ganzen Jahres in Kapstadt stattfinden, lebendig und greifbar. Kapstadt solle sich durch Design in eine nachhaltige und produktive afrikanische Stadt verwandeln, um historische Divergenzen zu überbrücken und soziale und wirtschaftliche Eingliederung zu begünstigen. Neben großen Events wie dem 'New Year's Eve of Design' oder der 'Design Gala' wurden über 500 weitere Projekte in sechs Kategorien eingeteilt.

1. Lifestyle Enhancers

Hierbei geht es um Projekte, die Design-Formen wir Fashion, Kunst, Kultur, Sport oder Freizeitaktivitäten wählen. So werden beispielsweise im November 2014 Studenten aus Kapstadt mit den Organisatoren des 'Haute Lumiere Light Award' einfache Transportcontainer nur mithilfe von Licht in faszinierende Kunstwerke verwandeln. Daneben versuchen die Leiter des Projekts '1m Faces' eine Million MMS-Nachrichten von Südafrikanern zu bekommen, die nur das Gesicht des Absenders zeigen. Aus dieser Vielzahl an Portraits soll dann ein Pixel-Mosaik entstehen, das Nelson Mandela zeigt.

2. Business that builds

In dieser Kategorie sind Projekte enthalten, die Design dazu nutzen, die Wirtschaft von Kapstadt zu fördern. Durch das 'Project 4' sollen zum Beispiel für vier ausgesuchte Kleinunternehmen in Kapstadt Marketingstrategien entwickelt werden, so dass diese Firmen ihre Produkte auch global vermarkten können.

3. Sustainability Solutions

Hier liegt der Fokus auf Produktivität und Nachhaltigkeit im Bereich von Lebensmitteln, Wasser, Energie und Umwelt. Beim 'Solar Sculpturing' werden etwa Skulpturen aus Photovoltaik-Materialien erschaffen. Auch nachts haben diese Werke noch genug Energie, um Kapstadt zu erleuchten.

4. Connections that unite

Design soll auch vermitteln, zur Kommunikation beitragen und sozialen Zusammenhang fördern. Dazu wurde beispielsweise die App 'Aweza' entwickelt. Dieses multi-linguale Programm übersetzt südafrikanische Vokabeln und Sätze in andere Sprachen, so dass Sprach-BarrierenEd überwunden werden.

5. Education that elevates

Kenntnisse auf verschiedensten Gebieten sollen vor allem in Schulen durch Design weitergegeben und ausgetauscht werden. Durch die 'School Design Week' sollen Schüler zum Beispiel inspiriert werden, kreative Berufe zu ergreifen.

6. Community Improvement

Design in dieser Kategorie soll Gesundheit, Wellness, die städtische Entwicklung und die Wohnsituation in Kapstadt fördern und verbessern. An der Victoria & Alfred Waterfront entsteht zu diesem Zweck beispielsweise das No. 1 Silo. Ein Gebäude, das sich viele verschiedene 'grüne' Technologien zunutze macht.

 

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