Uganda: Auge in Auge mit dem Silberrücken

 

Gorilla Trekking Uganda: Auge in Auge mit dem Silberrücken

Uganda ist noch eines der weniger touristisch erschlossenen Länder Afrikas. Es beheimatet zehn Nationalparks mit unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Aus der halben Welt fliegen unzählige Zugvogelarten hier ein, um im klimatisch angenehmen Uganda zu überwintern und zu brüten. Auch wenn der Wappenvogel von Uganda der Kronenkranich ist, gilt einer Tierart hier die ganz besondere Aufmerksamkeit: den Gorillas. Besonders die männlichen Silberrücken faszinieren Tausende von Besuchern Ugandas, die teils gerade ihretwegen ins Land kommen. Eine geführte Trekkingtour zu diesen eher schüchternen Menschenaffen ist ein unvergleichliches Erlebnis.

Gorillas in Uganda

In den von Regenwald bedeckten Bergen leben noch etwa 350 dieser faszinierenden Primaten. Wie auch andere Regionen Afrikas sind sie leider auch in Uganda in ihrer Existenz gefährdet. Man geht von weltweit noch 100.000 Exemplaren aus. Seit 1975 sind die Gorillas durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt, doch die Situation bleibt bedrohlich. Zerstörung der Lebensräume, bürgerkriegsähnliche Zustände und auch Wilderei machen den Schutz dieser Tiere zu einer schwierigen Aufgabe.

Die Berggorillas Ugandas gelangten zu Weltruhm durch die amerikanische Zoologin Dian Fossey, die diese seit den 1960er Jahren regelmäßig aufsuchte und erforschte. Nach Fosseys Ermordung 1985 erreichte 1988 der auf ihrer Lebensgeschichte basierende Film "Gorillas im Nebel" die Menschen in den Kinos auf der ganzen Welt. Dies zieht bis heute Touristen nach Uganda. Besonders beliebt sind geführte Trekkingtouren zu den Gorillas in den Bergen. Diese leben in Gruppen von bis zu 30 Tieren, die immer von einem sogenannten Silberrücken angeführt wird.

Der Silberrücken ist der Boss

Gorillas in freier Natur werden je nach Art und Geschlecht 1,25 Meter bis 1,75 Meter groß und wiegen zwischen 70 Kilogramm und 200 Kilogramm. Besonders imposant sind die Silberrücken: So nennt man die männlichen Gorillas mit einem Lebensalter von über 12 Jahren. Der Name Silberrücken rührt von der ab diesem Alter charakteristischen hellen Färbung des Rückenfells her, bei manchen Arten in Westafrika erstreckt sich diese Fellzeichnung auch auf die Hüften und die Oberschenkel. Die Silberrücken haben lange Eckzähne und einen ausgeprägten Scheitelkamm. Auch der ausgeprägte Kehlsack, der die Schallausbreitung beim imponierenden Brustklopfen verstärkt, ist ein Merkmal der Silberrücken. Die meist friedlichen Riesen sind dennoch ausschließliche Pflanzenfresser. In der Wildnis werden sie bis zu 40 Jahre alt.

Die Silberrücken sind absolute Alleinherrscher über die Gruppe, die vor allem aus dem Harem von weiblichen Gorillas besteht. Nicht dominante Gorillas werden geduldet. Diese versuchen aber, dem dominanten Silberrücken den Rang streitig zu machen. Solche Rangkämpfe unter Silberrücken können tödlich enden. Man schätzt, dass ein Silberrücken meist nur 5 Jahre der Anführer einer solchen Gruppe bleibt. So gibt es auch immer wieder Silberrücken, die alleine umherstreifen auf der Suche nach einer Gruppe, die sie eventuell übernehmen können.

So wird die Trekkingtour zu den Gorillas ein Erfolg

Uganda ist mit seinem gemäßigten Klima für Europäer sehr angenehm. Auch wenn es tagsüber bis zu 35 Grad Celsius sein können, ist es nachts mit 12 bis 18 Grad Celsius angenehm frisch zum Schlafen. Der Regenwald hat seinen Namen nicht von ungefähr, daher sind Regensachen notwendig. Bei Regen, aber auch sonst, ist eine solche Trekkingtour körperlich anstrengend und setzt eine gewisse Fitness voraus. Neben Regensachen sind gute Trekkingschuhe, die hoch über die Knöchel gehen, ein Muss. Auch lange Wandersocken, die über die Hose gezogen werden können, sind sehr empfehlenswert.

Die bewaffneten Sicherheitsguides bieten zwar vorbeugenden Schutz gegen Gefahren, nicht aber gegen die kleinen, angriffslustigen roten Feuerameisen. Und diese tragen ihren Namen zu Recht!

Feste Handschuhe, wie es sie im Baumarkt gibt, sind auch hilfreich, damit man sich festhalten kann und dabei geschützt ist. Stöcke, die zum Freimachen und -halten des Weges gute Dienste tun, bekommt man vor Ort. Bei langer Wanderung machen sie das Gehen auch deutlich bequemer.

Die vorgeschrieben Impfungen sollten auf jedem Fall eingehalten werden. Eine reisemedizinische Beratung ist daher immer sinnvoll. Für die Fotografen sei an eine den Umständen angepasste Ausrüstung gedacht: Die Lichtverhältnisse im Regenwald sind düster-und Einsatz von Blitzlicht absolut verboten. Eine extrem lichtstarke Kamera ist ebenso ein Muss wie ein Stativ, wenn man eindrucksvolle eigene Bilder von einem Silberrücken machen will.

Wer diese Tipps beherzigt, wird seine Touren in Uganda sicher im Herzen und für das Fotoarchiv bewahren können. Der Weg zu den Silberrücken belohnt durch unvergessliche Begegnungen mit Riesen der besonderen Art.

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