Big Five versus Small Five

 

Big Five versus Small Five

Afrikas faszinierende Tierwelt ist vielfältig: In den Steppen und Schutzgebieten sind mehr als 1100 Säugetiere und 2400 Vogelarten beheimatet. Reisende können sie im Rahmen einer Afrika Safari in freier Wildbahn beobachten und hautnah erleben - ein Erlebnis, das nicht so schnell in Vergessenheit gerät. Highlight einer jeden Tour ist die Sichtung der Big Five. Der Kontinent hat jedoch viel mehr zu bieten. Wer genau hinschaut, entdeckt nicht nur die Small Five, sondern auch andere interessante Tierarten und eine wunderschöne Landschaft. Das Mitführen einer Kamera ist hier fast schon Pflicht.

Auf der Jagd nach den Big Five in Afrika

Der aus dem Englischen stammende Begriff Big Five geht auf die Großwildjäger des 19. und 20. Jahrhunderts zurück. Big Five bedeutet ,,die großen Fünf". Die hiermit gemeinten Tierarten fallen nicht unbedingt durch ihre Körpergröße auf, sondern zeichnen sich vielmehr durch ihre Gefährlichkeit aus: Als besonders wilde Lebewesen waren die Big Five - Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden -  besonders schwer zu erlegen. Obwohl viele Jäger die Pirsch mit ihrem Leben bezahlen mussten, konnten sie dem Nervenkitzel kaum widerstehen. Am Ende der Hatz winkten wertvolle Trophäen. Wer einen elfenbeinernen Stoßzahn, ein aus Haarverbund gewachsenes Horn oder ein Fell mit intaktem Kopf mit nach Hause bringen und im heimischen Kaminzimmer präsentieren konnte, genoss hohes Ansehen. Dieser Gier der Menschen fielen im Laufe der Jahre Hunderttausende Tiere zum Opfer. Auch heute noch wird Jagd auf die Big Five gemacht - nun allerdings mit Ferngläsern und Fotokameras.

Steckbriefe der Big Five

Ein imposanter Vertreter der Big Five ist der Löwe: Mit einer Länge von bis zu 2,50 Metern und einer Schulterhöhe von bis zu 1,20 Metern ist er die zweitgrößte Raubkatze der Welt. Als solche muss der Löwe - mit Ausnahme des Menschen - keine natürlichen Feinde fürchten. Der majestätische Repräsentant der Big Five jagt in der Dunkelheit und lebt im Rudel. Dieses setzt sich in der Regel aus nur einem Männchen und mehreren Weibchen zusammen. Mit dem Leoparden zählt eine weitere Raubkatze zu den Big Five. Der Einzelgänger ist in freier Wildbahn allerdings nur selten anzutreffen. Wer ihn sehen möchte, sollte seinen Blick in die Höhe richten: Zum Schlafen und zum Fressen zieht sich der Leopard bevorzugt auf einen Baum zurück. Der afrikanische Elefant ist der Riese unter den Big Five: Er ist das größte Landsäugetier der Welt. Seine friedliche Natur wird von Touristen schnell auf die Probe gestellt - wer Unfälle vermeiden möchte, sollte rechtzeitig Platz machen. Einen Großteil seiner Zeit verbringt der Dickhäuter mit der Nahrungsaufnahme. Mühelos verspeist er 300 Kilogramm Futter am Tag. Der afrikanische Kaffernbüffel ist ein aggressiver Vertreter der Big Five. Das in größeren Herden lebende Tier bringt oftmals mehr als eine Tonne auf die Waage und ist dem Rind sehr ähnlich. Es hat allerdings große Hörner, die bei den männlichen Exemplaren auf der Stirn zusammengewachsen sind. Durch sein aggressives Verhalten fällt auch das Spitzmaulnashorn auf: Teilnehmer einer Safari sollten sich besser in Acht nehmen. Das Breitmaulnashorn hingegen gilt als friedlicher Vertreter der Big Five.

Small Five als Kontrastprogramm

Weniger bekannt als die Big Five sind die sogenannten Small Five. So werden - in Anelhnung an die begehrten Jagd- und Fototrophäen - die fünf kleinsten Tierarten Afrikas bezeichnet. Trotz Ähnlichkeiten in der Namensgebung handelt es sich bei den Small Five um gänzlich andere Lebewesen mit völlig unterschiedlichen Fressgewohnheiten und Lebensumständen. So hat zum Beispiel die Elefantenspitzmaus als Vertreter der Small Five nichts mit dem Dickhäuter gemein. Die Repräsentantin der Small Five ernährt sich von Insekten und lebt in einem Wegesystem am Waldboden. Auch der Nashornkäfer zählt zu den schwer aufzuspürenden Small Five. Ebenso wie sein Namensvetter trägt er ein großes Horn, das bei den Männchen wesentlich stärker ausgeprägt ist. Beim Nashornkäfer handelt es sich um einen recht bekannten Vertreter der Small Five: Der Blatthornkäfer ist auch in Deutschland anzutreffen. Ein weiterer Vertreter der Small Five ist der Büffelweber - ein in Kolonien brütender Vogel mit schwarzgrundiertem Federkleid und orangefarbenem Bauchgefieder. Ein anderes Mitglied der Small Five ist zu einem beliebten Haustier geworden: die Leopardenschildkröte. Die Vertreterin der Small Five wird bis zu 30 Kilogramm schwer und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Der Winzling unter den Small Five ist der Ameisenlöwe: Die Larve der Ameisenjungfer ist eine geschickte Jägerin. Sie gräbt tiefe Gruben in den Sand und wartet hier auf Beute.

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